vor 5 Tagen

Seit dem 1. Oktober, läuft das neue Release unseres AKTIF®dataService produktiv!
Anlass hierfür war die Anpassung der Datenformate in der Marktkommunikation, und die Umstellung lief planmäßig.
Was sich mit dem Formatwechsel geändert hat, in Kürze:
- Fernsteuerbarkeit nach § 10b EEG: Technische Ressourcen erhalten zwei neue Angaben, die im Markt ausgetauscht werden. Das betrifft die Steuerbarkeit und die Vergütungsverpflichtung nach EEG bzw. KWKG.
- Gas: Messwerte werden nicht mehr reklamiert, sondern ausschließlich über eine Geschäftsdatenanfrage angefordert.
- Einspeiser: Bei Anmeldungen gibt es neue Optionen, bei Abmeldungen sind einige Abmeldegründe weggefallen.
- Wegfall der Absender-Kontaktinformationen in vielen Formaten.
Neben den regulatorischen Pflichtthemen enthält das Release auch einige Weiterentwicklungen:
- Versandvorlagen in der Abrechnung, mit denen sich Format und Versandweg zentral festlegen lassen
- Inhaltliche Prüfung eingehender X-Rechnungen und Unterstützung des Storno-Prozesses
- Abbildung von Handelsverträgen, etwa für OTC-, Spot- oder PPA-Geschäfte
- Mehr Komfort in Pinnwand und Webportal
- Ein aktualisiertes technisches Fundament
Die nächste Runde Anpassungen ist zudem bereits in Sicht – wir sind gespannt!
Ein großes Dankeschön an unser Team für die Umsetzung und an unsere Kundinnen und Kunden für den produktiven Austausch im Vorfeld.
vor 2 Monaten

In wenigen Wochen ist es schon wieder Zeit für das neue Release des AKTIF®dataService. Für unsere Anwender gab es deshalb bereits heute das zugehörige Webinar mit allen Infos!
Der Markt steht nicht still: neue Formatversionen, angepasste Prozesse, geänderte Vorgaben. Jedes neue Release bildet genau das in unserer Software ab. Im Workshop zeigen wir, was sich konkret ändert und was unsere Kunden in Zukunft erwarten wird.
Was wir gemeinsam durchgehen:
- Was sich konkret in der Software ändert.
- Was das im Tagesgeschäft bedeutet, u.a. hinsichtlich der Änderungen bei der Fernsteuerbarkeit, sowie Anpassungen bei der Rechnungsprüfung, Abrechnung und Co.
Die zahlreichen Anpassungen erledigen wir wie immer im Hintergrund. Die gewohnten Abläufe unserer Kunden bleiben ungestört, die Schnittstellen laufen stabil und Sie können sich ganz auf Ihr Daily Business konzentrieren.
vor 2 Monaten
Unser Geschäftsführer Lars Ehrler erläutert in der e|m|w wie wir in Kooperation mit der BTU Cottbus-Senftenberg die Qualität unserer Reststromprognosen optimiert haben.

Plötzlich fließen null Kilowattstunden aus dem Netz – und die Lastprognose gerät ins Wanken.
Genau so ein Fall aus dem Anwenderalltag war für uns der Auslöser, das Thema Prognosequalität einmal wissenschaftlich zu durchleuchten. Das Ergebnis gibt es ab sofort in der aktuellen Ausgabe des energate-Magazins e|m|w nachzulesen. „Bedarfsprognosen auf dem Prüfstand“ lautet passenderweise der Titel des Fachbeitrags von unserem Geschäftsführer Lars Ehrler.
Der Hintergrund: Immer mehr Gewerbekunden und Haushalte erzeugen ihren Strom per PV-Anlage selbst. Für Energieversorger verändert das die Restbedarfsermittlung grundlegend. Klassische Lastprognosen stoßen hier zunehmend an ihre Grenzen.
Gemeinsam mit der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg sind wir der Frage nachgegangen, wie sich das lösen lässt. In seiner Masterarbeit hat Jonas Hoffmann, Student der Angewandten Mathematik, statistische Prognoseverfahren an realen Verbrauchsdaten getestet.
Was dabei herauskam:
- Schon relativ einfache statistische Verfahren liefern brauchbare Prognosen – vorausgesetzt, die Datenbasis ist stabil.
- In gleichmäßigen Monaten (etwa im Frühjahr) ist die Genauigkeit hoch, in Wintermonaten mit Lastspitzen wird es deutlich anspruchsvoller.
- Ein eindeutiger Zusammenhang zwischen Temperatur und Restbedarf ließ sich nicht nachweisen – betriebliche Effekte wiegen oft schwerer als das Wetter.
- Bei Kunden mit eigener PV-Erzeugung lohnt es sich, Restbedarf und Eigenproduktion getrennt zu betrachten.
Für Energieversorger, Direktvermarkter und Bilanzkreisverantwortliche steckt darin ein handfester Ansatzpunkt, mit dem sich Prognosefehler reduzieren und die Beschaffungsplanung stabilisieren lassen.
Und noch etwas nehmen wir mit: Die enge Verzahnung von Wissenschaft und Praxis zahlt sich für beide Seiten aus. Studierende arbeiten an echten Fragestellungen des Energiemarktes, wir gewinnen wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung unserer Lösungen.
Den vollständigen Beitrag aus der aktuellen Ausgabe der e|m|w gibt es hier:
vor 3 Monaten

„Werden Sie Ihr eigener Direktvermarkter!“ – Dieser Slogan prägte 2026 den Messeauftritt der AKTIF Unternehmensgruppe zur „The Smarter E Europe“. Inzwischen steht fest, dass der thematische Aufhänger seine Wirkung nicht verfehlt hat. Insgesamt führte das Team in diesem Jahr so viele Gespräche wie noch nie zuvor im Rahmen von Europas größter Messeallianz für die Energiewirtschaft, die vom 23. bis 25 Juni die unterschiedlichsten Akteure aus den Bereichen Solar, Speicher, E-Mobilität und Energiemanagement in München zusammenbrachte.
Neben dem Austausch mit Bestandskunden freute sich die AKTIF-Mannschaft vor Ort insbesondere über die zahlreichen Neukontakte, die sich für das Software- und Dienstleistungsangebot im Umfeld der Direktvermarktung inklusive Belieferung interessierten. Es konnte anhand vielfältiger Beispiele fachkundig aufgezeigt werden, wie sich mit der richtigen Unterstützung aus vorhandener Erzeugung zusätzliche Wertschöpfung generieren lässt. Beim Publikum kam diese Ausrichtung, die vor allem Betreiber von Post-EEG-Anlagen, Projektierer von PV- und Windkraftanlagen sowie regionale und kommunale Energiegenossenschaften ins Zentrum der Aufmerksamkeit rückte, sehr gut an.
Prozessexpertise und Dienstleistungsspektrum überzeugt
Der Großteil der lösungsbezogenen Anfragen zielte auf passgenaue Dienstleistungen – ein deutliches Votum für den „as a Service“-Ansatz auf Basis der „AKTIF smart&easy“-Plattform. Der Trend dahinter ist unverkennbar: Die Erzeuger erneuerbarer Energien wollen Vermarktung und Belieferung zunehmend selbst in die Hand nehmen, diekomplexen Marktprozesse von Marktkommunikation über Abrechnung bis Redispatch aber in erfahrene Hände geben. Genau dafür steht das AKTIF-Versprechen „Konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche, wir erledigen den Rest für Sie“.
Energieversorgung auf Basis von Erneuerbaren ist keine Zukunftsmusik
Der Tenor der Unterhaltungen am AKTIF-Stand unterstreicht nicht zuletzt die zentrale Botschaft der Messe, auf der sich in diesem Jahr rund 2.650 Austeller aus 52 Ländern vor insgesamt etwa 105.000 Fachbesuchern aus 163 Ländern präsentierten. Laut des Abschlussberichts des Veranstalters konnte die „The Smarter E Europe“ ein starkes Signal setzen und zeigen, wie eine zukunftsfähige Energiewelt aussieht. Es besteht kaum noch ein Zweifel daran, dass regenerative Energien die Versorgung – mit den richtigen Weichenstellungen – bereits heute rund um die Uhr, an sieben Tagen in der Woche zuverlässig, sicher und kostengünstig gewährleisten können. An innovativen und marktreifen Produkten – vom virtuellen Kraftwerk über intelligente Netz- und Laststeuerung, smarte Ladelösungen, Speichertechnologien, PV-Hybridanlagen oder digitale Plattformen, die Energieflüsse transparent und flexibel steuern – mangelt es nicht.
Dreh- und Angelpunkt erfolgreicher Geschäftsmodelle ist dabei eine schlanke und effektive Abbildung der damit einhergehenden energiewirtschaftlichen Marktprozesse. Hier kann AKTIF dank der langjährigen Expertise im Hinblick auf die spezifischen operativen und regulatorischen Herausforderungen gezielt unterstützen. Wie sich dies im Detail darstellt, wurde in den vielen Unterhaltungen während der Messe überzeugend vermittelt.
Mit diesem Rückenwind geht es für die AKTIF-Unternehmensgruppe in die zweite Jahreshälfte – und schon jetzt richtet sich der Blick auf die nächste „The smarter E Europe“, die im kommenden Jahr vom 8. bis 10. Juni stattfindet.





vor 8 Monaten
Das AKTIF®dataService-Release R1/2026 macht unsere Kunden fit für die Zukunft

Mit fast 70 Teilnehmern stieß unser gestriges Release-Webinar auf reges Interesse – ein deutliches Zeichen dafür, welche Bedeutung das AKTIF®dataService-Release R1/2026 für den energiewirtschaftlichen Alltag der Anwender hat. Im Mittelpunkt stand die termingerechte Umsetzung der regulatorischen Anforderungen der GeLi Gas 2.0, die zum 1. April 2026 in Kraft treten. Doch das Release bringt weit mehr mit als nur die Pflichtübung.
Im Bereich der Marktkommunikation wurden die relevanten Formate umfassend angepasst. So unterstützt AKTIF®dataService künftig unter anderem die erweiterten PARTIN- und COMDIS-Formate für Gas, Anpassungen bei MSCONS sowie die Einführung der Identifikationslogik in der UTILMDG. Letztere stellt sicher, dass Kündigungen und Anmeldungen im Gas jetzt wahlweise mit der Marktlokations-ID oder allen Identifikationsdaten übermittelt werden können. Ergänzend wurden Fehlerkorrekturen in der UTILMDS umgesetzt, darunter der neue Transaktionsgrund Übergangsversorgung ZZD. Ebenfalls neu: Netznutzungsrechnungen im Gas können nun auch seitens des Netzbetreibers abgelehnt werden, wobei die eingehende COMDIS die Rechnung reaktiviert und die Verarbeitung analog zur Sparte Strom erfolgt. Hinzu kommt der Import von Arbeits- und Leistungswerten vor Lieferbeginn, die künftig sowohl in der Rechnungsprüfung als auch in der Abrechnung Berücksichtigung finden.
Jenseits der regulatorischen Änderungen profitieren die Anwender von zahlreichen Komfortfunktionen und Neuheiten. Das Vertriebsmodul wurde um praktische Features erweitert – etwa die Möglichkeit, mehrere Zählerstände und Energiemengen gleichzeitig zu löschen, erweiterte Informationen zu Bilanzkreis und Regelzone bei Einspeiseverträgen sowie neue Berichte zur Kontrolle der Ausfallarbeit. In der Rechnungsprüfung steht bei den Wiedervorlagen ab sofort die neue Option „Abgleich & Berechnung“ zur Verfügung, die vor der eigentlichen Berechnung einen Messdatenabgleich durchführt. In der Abrechnung wurde unter anderem die Ausweispflicht zur Reduzierung der Gasspeicherumlage implementiert, die Preistypen-Prüfung auf Kundenebene erweitert sowie die XRechnung auf Version 3.0 umgestellt.
Darüber hinaus wurde mit dem Release die Grundlage für Vorgangsaufgaben und Prozessautomatisierung auf allen Systemen ausgerollt – ein vielversprechender Baustein, der nach individueller Einführung das Potenzial hat, Arbeitsabläufe nochmals deutlich zu verschlanken. In Summe unterstreicht das Release R1/2026 einmal mehr den Anspruch von AKTIF, seinen Kunden nicht nur regulatorische Konformität, sondern auch einen echten Mehrwert im Tagesgeschäft zu liefern.
vor 9 Monaten
AKTIF präsentiert zur E-world das verlässliche Fundament zur Unterstützung vielfältiger energiewirtschaftlicher Geschäftsmodelle

E-world energy & water, 10. bis 12. Februar 2026 in Essen – Halle 1, Stand E120
Wer am Energiemarkt mitmischen möchte, muss nicht zuletzt die branchenspezifischen Prozesshürden dauerhaft meisten. Genau darauf liegt seit knapp drei Jahrzehnten der Fokus der AKTIF-Unternehmensgruppe. Von der herausfordernden Abrechnung von dynamischen Tarifen, PPA-Konstrukten, Ladestromangeboten und Speicherkapazitäten bis hin zur kundenfreundlichen Aufbereitung der geschäftsrelevanten Daten in den Sparten Strom, Gas und Wärme via Webportal: AKTIF nimmt die E-world 2026 erneut zum Anlass, um die praxiserwiesenen Stärken der AKTIF-Software und -Services im Hinblick auf unterschiedlichste Geschäftsmodelle zu demonstrieren. Energieversorger, Direktvermarkter oder Energieerzeuger können sich dabei auch ein Bild von den jüngsten Erweiterungen des Leistungsspektrum machen. So sorgen beispielsweise neue Schnittstellen zu E-Post und Check24 sowie die verfügbare Web-API für zusätzliche Automatisierung im energiewirtschaftlichen Tagesgeschäft.
„Unsere langjährige Erfahrung im Energiemarkt ist zuletzt bei der Umstellung auf den 24-Stunden-Lieferantentenwechsel Strom deutlich zum Tragen gekommen. Alle zeitkritischen Prozesse waren bei AKTIF im Juni 2025 bereits in Produktivbetrieb und die Umstellung der Systeme funktionierte weitestgehend reibungslos. Der enorme Kraftakt dahinter hat an unserem Anspruch, rechtzeitig Handlungsfähigkeit zu gewährleisten, nicht gerüttelt“, wie Lars Ehrler, Geschäftsführer der AKTIF-Unternehmensgruppe, unterstreicht. Dass gerade die souveräne Abbildung der Marktkommunikation wieder an Stellenwert gewinnt, zeigt sich für AKTIF an den zahlreichen Anfragen aus der jüngsten Vergangenheit. Auch die Abrechnung von Speicherkapazitäten steht immer höher im Kurs – von Themen der Direktvermarktung ganz abgesehen. Hier hat die AKTIF-Unternehmensgruppe ihre Expertise im Zuge des Onboardings zahlreicher Unternehmen in den letzten Monaten weiter ausbauen können.
Die Software von AKTIF ist dabei ebenso gefragt wie die Dienstleistungen, die den Auftraggebern zusätzliche Entlastung versprechen: „Wir bringen das gesamte notwendige Know-how mit, um auch Neueinsteiger in den für sie relevanten Themenfeldern der Energiewirtschaft zu unterstützen. Beim Aufbau und der Abbildung der einschlägigen Prozesse im Rahmen von Abrechnung, Bilanzkreismanagement und Kundenservice steht AKTIF mit Rat und Tat zur Seite“, betont Lars Ehrler. Der Kunde gewinnt dadurch entscheidende Freiräume zur Umsetzung neuer Ideen. „Am Ende rechnen wir alles ab, was sich ein Lieferant oder Direktvermarkter ausdenkt. Das kann im Einzelfall ganz unterschiedlich aussehen. Die damit zusammenhängenden und in der Umsetzung meist anspruchsvollen Standard-Prozesse laufen in unseren Reihen geräuschlos mit. Genau darin liegt die besondere Schlagkraft“, so der Geschäftsführer. Über das umfangreiche Leistungsspektrum informiert das Team von AKTIF zur E-world am Stand E120 in Halle 1.
vor 1 Jahr
Seit letzter Woche sind die aktualisierten Wechselprozesse im Messwesen (WiM) und die neuen Formatversionen bei uns produktiv im Einsatz.

Seit letzter Woche sind die aktualisierten Wechselprozesse im Messwesen (WiM) und die neuen Formatversionen bei uns produktiv im Einsatz.
Was wurde bereits angepasst?
- Umstellung auf neue Formatversionen
- Neue Abläufe zwischen Netzbetreiber und Messstellenbetreiber sowie zwischen Lieferant und Messstellenbetreiber bei der Übermittlung von Preisblatt B
Bis Ende des Jahres sollen zudem ausgerollt werden:
- Neue Prozesse zur Bestellung der Änderung der Technik einer Lokation
- Abrechnung der Leistungen des Preisblatts B zwischen Messstellenbetreiber und Lieferant
Für unsere Kunden bedeutet das: Bestehende Abläufe funktionieren wie gewohnt, Schnittstellen bleiben stabil und die Umstellung wird im Hintergrund erledigt. Kein Extra-To-do, keine Überraschungen!
vor 1 Jahr
Hinter der AKTIF-Unternehmensgruppe liegt eines der größten Release-Projekte der letzten Jahre. Inzwischen steht außer Frage, dass sich die gründliche Vorbereitung auf den 24-Stunden-Lieferantenwechsel ausgezahlt hat.

Seit Einführung der MaKo 2020 im Jahr 2019 hat kein Release-Wechsel so viel Einsatz gekostet wie die aktuelle Umsetzung des 24-Stunden-Lieferantenwechsels. Die Vorgaben traten zum 6. Juni 2025 in Kraft, die entsprechenden Vorbereitungen starteten jedoch bereits 2023 im Zuge der ersten Konsultation. Nach dem finalen Beschluss seitens des Gesetzgebers im März 2024 mit anschließender Veröffentlichung der Prozess- und Formatbeschreibungen kam es im Juli 2024 zu einem ersten Treffen von AKTIF und weiteren Software-Herstellern, bei dem die Implikationen heiß diskutiert wurden. Ab diesem Zeitpunkt fand ein regelmäßiger Austausch statt – sowohl virtuell als auch persönlich.
Die Tragweite der Anpassungen kristallisierte sich schnell heraus und dennoch glichen die folgenden Wochen und Monate eher einer Achterbahnfahrt. Während AKTIF schon Mitte 2024 in die interne Konzeption startete, beschränkten sich nicht wenige weitere Marktakteure zunächst auf die Anzweiflung der Realisierungschancen bis April 2025 – mit Erfolg: Der Umsetzungstermin wurde seitens der Bundesnetzagentur im Dezember 2024 noch einmal um zwei Monate nach hinten verschoben. Zu diesem Zeitpunkt stand bei AKTIF längst das Grobkonzept. Die Implementierung der notwendigen Code-, Prozess- und Skriptanpassungen erfolgte systemseitig innerhalb von nur fünf Monaten und konnte – nicht zuletzt dank des konsequenten und regelmäßigen Austauschs zwischen allen Entwicklern – im April 2025 inklusive Dokumentation fertiggestellt werden. Dieser zeitliche Vorsprung verschaffte dem IT-Team noch genügend Luft, die Prozesse auf Herz und Nieren zu prüfen und die beim Testen entdeckten Stolperfallen rechtzeitig auszumerzen. Parallel dazu liefen auch im Fachbereich Marktkommunikation die Vorbereitungen auf Hochtouren. Hier wurden Ressourcen ab Dezember 2024 schrittweise aufgestockt und die Einführung der neuen Abläufe vorangetrieben. Ab März 2025 lag die Konzentration im Zuge sogenannter Powerdays nochmals verstärkt auf der Etablierung der neuen Prozesse. Im Mai kam abschließend der Probelauf mit den aktuellen Formaten hinzu.
Pünktlich zur kontrollierten Inbetriebnahme ab 6. Juni 2025 standen alle Ampeln auf grün. MSCONS-Importe konnten bereits zum Stichtag komplett in Betrieb genommen werden, auch das Handling der APERAK/CONTRL-Nachrichten funktionierte in beide Richtungen. Einzig beim UTILMD-Austausch kam es zu Auffälligkeiten – eine Herausforderung, auf der sofort ein gezielter Fokus lag. Fakt ist: Alle zeitkritischen Prozesse waren am 10. Juni bei AKTIF bereits in Produktivbetrieb und die Umstellung der Systeme funktionierte weitestgehend reibungslos. Auch dem neuen Rolloutprozess mit deutlich geringerer Downtime steht nichts entgegen.
Ein solches Fazit können bei Weitem nicht alle Branchenteilnehmer ziehen, wie ein aktueller Blick der ZfK auf den Markt unterstreicht. Der Effekt des frühzeitigen Starts auf AKTIF-Seite und der intensiven, bereichsübergreifenden Zusammenarbeit aller Beteiligten schlägt sich im Ergebnis deutlich nieder. Nachträgliche Fehlerhebungen und Clearing-Prozesse halten sich angesichts des Umfangs der vollzogenen Änderungen eindeutig in Grenzen und die sich im Zuge der neuen Prozesswelt bietenden Chancen können zügig genutzt werden. Der Start ist somit in Summe geglückt und das Augenmerk liegt nun ganz auf der Produktweiterentwicklung und kundenorientierten Optimierung.
vor 1 Jahr
AKTIF in der Ausgabe 5-6/2025 der et - Energiewirtschaftliche Tagesfragen

Morgen tritt der 24-Stunden-Lieferantenwechsel (LFW24) in Kraft – und bringt die deutsche Energiewirtschaft ordentlich in Bewegung! Wechselprozesse, für die bisher Tage oder Wochen eingeplant waren, müssen künftig innerhalb weniger Stunden abgeschlossen werden.
Das bedeutet: Lieferanten und Netzbetreiber stehen vor großen organisatorischen, technischen und kommunikativen Herausforderungen. Von der schnellen und fehlerfreien Datenverarbeitung über die Anpassung von Vertrags- und Kommunikationsprozessen bis hin zur Hochverfügbarkeit der IT-Systeme – der Druck ist enorm. Auch Prozesse, die bisher manuell nachgebessert werden konnten, müssen jetzt vollautomatisiert und digital ablaufen.
Die Anforderungen an Datenqualität und Stammdatenmanagement steigen ebenfalls: Fehler oder Unstimmigkeiten führen schneller zum Abbruch – und es bleibt kaum Zeit, diese zu korrigieren. Neue Rollen in der Marktkommunikation, engere Fristen und das Aus für rückwirkende Anmeldungen verlangen ein Umdenken auf allen Ebenen.
Gleichzeitig bietet der LFW24 auch echte Chancen: Effizientere Prozesse, bessere Datenqualität, höhere Kundenzufriedenheit und die Förderung flexibler Tarifmodelle werden möglich. Wer jetzt auf Digitalisierung und Automatisierung setzt, sichert sich also nicht nur die Einhaltung der Vorgaben, sondern auch einen wichtigen Wettbewerbsvorteil.
Wie Lieferanten und IT-Dienstleister – wie AKTIF – diese Herausforderungen meistern können und welche Lösungsansätze wirklich greifen, erläutert unser Geschäftsführer Lars Ehrler in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift et – Energiewirtschaftliche Tagesfragen (5-6/2025).
et - Energiewirtschaftliche Tagesfragen, Ausgabe 5-6/2025
vor 2 Jahre
Ein Kommentar von unserem Leiter Softwareentwicklung, David Hinzer, in der ZfK (Ausgabe 4/2025)

Die Einführung des 24-Stunden-Lieferantenwechsels im Energiemarkt bedeutet für alle Beteiligten eine tiefgreifende Veränderung – vor allem im Hinblick auf Ausfallsicherheit und Verfügbarkeit von IT-Systemen. Während Softwarehersteller den Betrieb bisher bei Updates oder Release-Wechseln durchaus für mehrere Stunden unterbrechen konnten, gelten nun grundlegend andere Voraussetzungen: Durch stark verkürzte Fristen, beispielsweise für Fehler- und Bestätigungsnachrichten (45 Minuten für eine positive APERAK, 15 Minuten für eine negative CONTRL) oder die Beantwortungsfristen von Nachrichten (z.B. Abmeldeanfragen), entsteht ein enormer Druck auf die Verfügbarkeit der Systeme. Wenn dann im Rahmen eines Update-Prozesses das System mehrere Stunden nicht erreichbar ist, kann dies unmittelbar dazu führen, dass Marktprozesse ins Stocken geraten. Ein Lieferant, der etwa eine Abmeldeanfrage, die bis 7 Uhr eingeht, nicht rechtzeitig bis 9 Uhr beantworten kann, verliert automatisch seinen Kunden, da die Anfrage bei Nicht-Beantwortung als bestätigt gilt.
Diese Entwicklung macht deutlich, dass wir als Softwarehersteller unsere bisherigen Update-Strategien grundlegend überdenken müssen. Es reicht nicht mehr aus, neue gesetzliche Vorgaben mit einigen längeren Downtimes pro Jahr umzusetzen. Vielmehr müssen wir technische Konzepte entwickeln, die eine nahezu durchgehende Verfügbarkeit gewährleisten – auch für kleinere Lieferanten, die keine hohen Kosten für hochverfügbare Infrastruktur tragen können. Für AKTIF bedeutet dies, dass wir unsere Software selbst so anpassen, dass wir unseren Update-Prozess mit möglichst kurzen Systemabschaltungen durchführen können. Dabei wird die neue Version im Hintergrund installiert, konfiguriert und getestet, während das Produktivsystem weiterläuft. Erst wenn alles fehlerfrei funktioniert, wird in einem sehr kurzen, planbaren Zeitfenster (idealerweise weniger als zehn Minuten) auf die neue Version umgeschaltet. Damit können wir auch mit verhältnismäßig kleinen Kosten für den Systembetrieb die notwendige Systemverfügbarkeit gewährleisten.
Doch nicht nur die Update-Strategie stellt uns vor Herausforderungen. Auch die Konzeption einzelner Marktprozesse ist in unseren Augen verbesserungswürdig. Ein Beispiel dafür ist der Webdienst zur Ermittlung der MaLo-ID (Marktlokation): Dieser sollte ermöglichen, dass Lieferanten über einen standardisierten Webservice in Echtzeit die MaLo-ID zu einer bestimmten Anschlussstelle abfragen können. De facto wurde jedoch ein Verfahren etabliert, bei dem der Netzbetreiber auf eine eingehende Anfrage lediglich eine Empfangsbestätigung als direkte Antwort sendet und sich bis zu zwei Stunden Zeit lassen darf, die eigentliche MaLo-ID bereitzustellen. Anstatt diese als unmittelbare Antwort zu erhalten, verbleibt das System des Lieferanten so in einer Art Warteschleife und muss jederzeit erreichbar sein, damit die Rückmeldung des Netzbetreibers zeitnah verarbeitet werden kann. Ein vergleichsweise simpler Teilprozess wie die Ermittlung der MaLo-ID zwingt damit sämtliche Marktteilnehmer effektiv zur Hochverfügbarkeit ihrer Systeme und Implementierung von Mechanismen, um Anfragen erneut versenden zu können, wenn das Zielsystem nicht verfügbar ist. Da die MaLo-ID Voraussetzung dafür ist, einen Anmeldeprozess zu starten, kann es entsprechend zu ungewollten Verzögerungen kommen.
Ideen, dass etwa die Fristen am Samstag ausgesetzt werden könnten, um Zeit für Softwareupdates zu schaffen, sorgen hier kaum für Entlastung. Angesichts des angespannten Fachkräftemarktes ist es für viele Unternehmen schlicht nicht realistisch, umfangreiche Rollouts am Wochenende durchzuführen. Um dennoch den regulatorischen Anforderungen gerecht zu werden und die Marktteilnehmer optimal für den 24-Stunden-Lieferantenwechsel aufzustellen, gilt es vielmehr, Lösungen zu finden, die Downtimes auf ein Minimum reduzieren und gleichzeitig die nötige Stabilität für durchgehende Marktkommunikation gewährleisten.
Dieser Kommentar erschien in der April-Ausgabe 4/2025 der Zeitung für kommunale Wirtschaft (ZfK).