5 days ago
Ein Kommentar unseres Geschäftsführers Lars Ehrler für die ZFK

Die Direktvermarktung hat sich in den letzten Jahren als elementarer Bestandteil des Energiemarktes etabliert, und das zurecht. Schließlich stellt dieses Geschäftsmodell entscheidende Weichen für die Energiewende. Umso irritierender wirkt daher die kurzfristige gesetzliche Änderung vom 23. Dezember 2025 zur Redispatch-Vergütung. Die in § 14 EnWG getroffenen Neuregelungen sind ein weiteres Beispiel dafür, wie politische Eingriffe einen ohnehin komplexen Markt nicht vereinfachen, sondern zusätzlich belasten. Konkret sieht die EnWG-Novelle im Kontext des Redispatch 2.0 vor, dass Netzbetreiber nun dem Anlagenbetreiber den Ausfall direkt vergüten und der Ausgleich nicht länger über den Direktvermarkter als Bilanzkreisverantwortlichem läuft. Dabei stößt nicht allein der Inhalt, sondern vor allem die Art und Weise auf. Ohne Vorwarnung, ohne Übergangsfrist, ohne erkennbare Vorbereitung der betroffenen Akteure wurde ein zuvor aus der Not heraus aufdoktrinierter Vorgang praktisch über Nacht umgestellt.
Direktvermarkter haben zuletzt erhebliche Ressourcen investiert, um einen Abrechnungsprozess aufzubauen, der ursprünglich so gar nicht hätte entstehen dürfen. Denn eigentlich war vorgesehen, dass Netzbetreiber den bilanziellen Ausgleich im Redispatch sauber abwickeln. Weil das in der Praxis nicht funktioniert hat, wurde die Abwicklung auf Seiten der Bilanzkreisverantwortlichen beziehungsweise Direktvermarkter organisiert – mit erheblichem personellem, prozessualem und technischem Aufwand.
Und nun? Nun ist genau dieser Aufwand in großen Teilen obsolet. Direktvermarkter haben Prozesse etabliert, Datenflüsse aufgebaut, Vertragslogiken hinterlegt und Softwarelösungen eingeführt – auf Basis eines regulatorischen Rahmens, der ihnen faktisch wieder unter den Füßen weggezogen wurde. Das ist nicht nur ökonomisch fragwürdig. Es sendet auch ein fatales Signal an einen Markt, der auf Verlässlichkeit angewiesen ist. Wer Investitionen in Prozesse und Systeme tätigt, muss sich zumindest darauf verlassen können, dass der Gesetzgeber nicht von heute auf morgen die Spielregeln ändert.
Hinzu kommt: Mit der neuen Regelung ist das Problem nicht gelöst, sondern nur verlagert worden. Denn die Netzbetreiber zahlen künftig an die Anlagenbetreiber aus. Die Informationen, die nötig sind, um diese Gutschriften sachlich zu prüfen, liegen aber häufig gar nicht beim Anlagenbetreiber, sondern beim Direktvermarkter. Es geht beim Redispatch eben nicht um einfach nachvollziehbare Strommengen, sondern um Ausfallarbeit – also um Energie, die gerade nicht erzeugt wurde, weil eine Anlage abgeregelt worden ist. Ob die angesetzten Mengen, Zeitreihen und Vergütungen plausibel sind, lässt sich nur mit den entsprechenden Daten prüfen. Wer die Auszahlung veranlasst, sollte also auch sicherstellen, dass der Empfänger sie nachvollziehen kann. Genau daran fehlt es jetzt.
Daraus entstehen neue Reibungsverluste und es stellen sich zusätzliche Fragen im Tagesgeschäft der Direktvermarktung: Müssen Verträge mit Anlagenbetreibern entlang dieser Neuregelungen angepasst werden? Braucht es Abtretungserklärungen? Wie wird das steuerlich behandelt? Wie lassen sich Forderungsausfälle vermeiden? All das hat mit dem eigentlichen Ziel der Energiewende nichts zu tun. Es geht nicht um mehr erneuerbare Erzeugung, nicht um bessere Marktintegration, nicht um schnellere Flexibilität im System. Es geht um zusätzliche Bürokratie.
Genau darin liegt der politische Kern des Problems. Anstatt den Direktvermarktern als tragender Säule der Energiewende das Agieren zu erleichtern, werden die Rahmenbedingungen komplizierter, teurer und unattraktiver. Wer die Energiewende beschleunigen will, darf Marktakteuren nicht immer neue administrative Lasten aufbürden, vor allem nicht ohne Vorlauf und ohne belastbare Übergangsregelung.
Direktvermarkter brauchen – genau wie alle anderen Teilnehmer des Energiemarktes – verlässliche Regeln und keine neuen Stolpersteine, die Zeit, Geld und Vertrauen kosten.
Dieser Kommentar erschien im Original online bei der ZFK: https://www.zfk.de/digitalisierung/it/wer-die-direktvermarktung-schwaecht-bremst-die-energiewende
2 weeks ago

Das gesamte Team von AKTIF wünscht erlebnisreiche Feiertage und einen fleißigen Osterhasen!
Damit der Wechsel auf unser aktuelles Release reibungslos über die Bühne geht, sind einige Kolleginnen und Kollegen sogar am heutigen Karfreitag im Einsatz und verleihen unserem „AKTIFen“ Versprechen Ausdruck. Ein besonderer Dank also auch an alle, die mit ihrem Engagement dafür sorgen, dass im Osternest nicht nur Süßigkeiten, sondern auch verlässliche energiewirtschaftliche Prozesse liegen!
3 weeks ago

Letzte Woche ist der Ergebnisbericht der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ erschienen. Auch 2026 hat die AKTIF Unternehmensgruppe die Initiative von Samaritan's Purse e. V. wieder mit viel Freude unterstützt.
Insgesamt erhielten weltweit über zwölf Millionen Kinder einen Schuhkarton mit einer besonderen Überraschung zu Weihnachten. 275.510 liebevoll zusammengestellte Päckchen kamen aus dem deutschsprachigen Raum, davon 15 von AKTIF. Umso schöner ist es, jetzt die Momentaufnahmen der Geschenkübergabe und die glücklichen Augen der Kinder zu sehen.
Eine tolle Aktion, an der uns wir auch künftig wieder sehr gerne beteiligen. Denn bereits das Packen hat Spaß gemacht: https://aktif.energy/blog/wir-packen-fuer-weihnachten-im-schuhkarton/
Alle Einzelheiten zur Aktion gibt es auf der Webseite von Samaritan’s Purse: https://www.die-samariter.org/projekte/weihnachten-im-schuhkarton/aktionsbericht/
3 weeks ago

Noch genau drei Monate bis zur The smarter E!
Am 23. Juni 2026 öffnet mit der Smarter E Europas größte Messeallianz für die Energiewirtschaft wieder in München ihre Tore, erstmals ist Dienstag der erste Messetag. Und AKTIF ist selbstverständlich auch in diesem Jahr dabei.
Für uns ist die Messe längst fester Bestandteil im Kalender. Seit Jahren nutzen wir die Plattform, um mit Kunden, Partnern und Interessenten ins Gespräch zu kommen – über Direktvermarktung, Marktkommunikation, Abrechnung und alles, was den Energiemarkt von morgen bewegt.
Was wir dieses Jahr im Gepäck haben? Dazu in den kommenden Wochen mehr. Nur so viel: Es lohnt sich, vorbeizuschauen!
1 month ago

Erstes Firmenmeeting 2026!
Vergangenen Freitag traf sich wieder das gesamte AKTIFe Team am Senftenberger See – zum ersten großen Firmenmeeting des Jahres.
Hier gab es neben Sonnenschein, Nähe zum schönen See und guter Verpflegung auch jede Menge Gesprächsstoff aus allen Geschäftsbereichen. Da man sich in Zeiten des hybriden Arbeitens eben nicht mehr jeden Tag auf dem Flur trifft, ist es umso schöner, wenn zu solchen Anlässen alle Kolleginnen und Kollegen zusammenkommen.
Wir freuen uns schon aufs nächste Mal im Sommer!



1 month ago

Heute ist Weltfrauentag – und wir sagen Danke!
Danke an alle AKTIFen Kolleginnen, die mit ihrer Expertise, ihrem Engagement und ihren Ideen jeden Tag den entscheidenden Unterschied machen.
Als kleines Zeichen der Wertschätzung gab es für jede ein frühlingshaftes Blumengesteck. Weil großartige Arbeit auch mal mit etwas Farbe gefeiert werden darf.
1 month ago
Regulatory changes – we stay on top of things

New market processes, LFW24, GeLi 2026, §14a implementation—the demands on energy suppliers and municipal utilities are changing rapidly. This makes it all the more important that we, as a software partner, not only understand the regulatory and technical fundamentals but also put them into practice.
Yesterday, we set aside an entire day: As part of our internal training session “Fundamentals of the Energy Industry & Mako 2026,” Lothar Lang from the Institute for Energy Services (ifed) brought us up to speed—from technical basics and market roles to legal frameworks and the latest requirements for market communication.
2 months ago
The AKTIF®dataService Release R1/2026 prepares our customers for the future

With nearly 70 participants, yesterday’s release webinar generated significant interest—a clear indication of the importance of the AKTIF®dataService R1/2026 release for users’ day-to-day operations in the energy sector. The focus was on the timely implementation of the regulatory requirements of GeLi Gas 2.0, which will take effect on April 1, 2026. But the release offers far more than just compliance.
In the area of market communication, the relevant formats have been comprehensively adapted. For example, AKTIF®dataService will in future support, among other things, the extended PARTIN and COMDIS formats for gas, adjustments to MSCONS, and the introduction of identification logic in UTILMDG. The latter ensures that terminations and registrations in the gas sector can now be transmitted either using the market location ID or all identification data. Additionally, error corrections have been implemented in UTILMDS, including the new transaction reason “Transitional Supply ZZD.” Also new: Network usage invoices in the gas sector can now be rejected by the network operator, whereby the incoming COMDIS reactivates the invoice and processing proceeds in the same manner as in the electricity sector. In addition, work and power values prior to the start of supply are now imported and will be taken into account in both invoice verification and billing going forward.
Beyond regulatory changes, users benefit from numerous convenience features and new functionalities. The sales module has been enhanced with practical features—such as the ability to delete multiple meter readings and energy quantities simultaneously, expanded information on balancing groups and control areas for feed-in contracts, and new reports for monitoring outage-related work. In invoice verification, the new “Reconciliation & Calculation” option is now available for resubmissions, which performs a meter data reconciliation prior to the actual calculation. In billing, the reporting requirement for reducing the gas storage surcharge has been implemented, the price type check has been expanded to the customer level, and XRechnung has been upgraded to version 3.0.
Furthermore, this release rolled out the foundation for task management and process automation across all systems—a promising building block that, following individual implementation, has the potential to significantly streamline workflows once again. Overall, the R1/2026 release once again underscores AKTIF’s commitment to providing its customers not only with regulatory compliance but also with genuine added value in their day-to-day operations.
2 months ago
Direct marketing, delivery, billing, market communication, and balancing group management—the range of topics discussed at the newly designed AKTIF exhibition stand was enormous.

Direct marketing, delivery, billing, market communication, and balancing group management - the range of topics discussed at the newly designed AKTIF exhibition stand was enormous. And this in an industry environment that is second to none, because E-world not only celebrated its 25th anniversary this year, it also set several records.
The organizer's figures impressively demonstrate that the leading trade fair for the European energy industry continues to grow: with 1,136 exhibitors—an increase of 16 percent over the previous year—and more than 37,000 trade visitors from 126 countries, new records were set in both categories. For the first time, an additional exhibition area was available in Hall 6, which was promptly fully booked. According to the organizers, seven out of ten guests had decision-making and procurement authority. E-world thus remains clearly the trade fair for decision-makers in the energy industry. Key topics this year included the energy transition in conjunction with security of supply, the use of artificial intelligence, and new storage technologies.
For AKTIF, this year's E-world was also a special year in terms of visuals. The new exhibition stand, enlarged from 20 to 30 square meters, with its striking honeycomb LEDs proved to be a real eye-catcher and attracted the attention of visitors to the fair. A lot of positive feedback confirmed that investing in a larger and more modern appearance was exactly the right decision.
The essence of the three days at the trade fair can be summed up in a simple formula: quality over quantity. While the total number of discussions declined slightly compared to last year, the quality of the contacts increased noticeably. Many discussions were in-depth and resulted in concrete inquiries. These are ideal conditions for intensive follow-up by our sales team.
The AKTIF stand once again showcased the entire spectrum of energy management. Billing solutions in all their facets were particularly in demand, as were topics relating to supply and direct marketing. Market communication, balancing group management, PPA processing, and redispatch were also on the agenda for discussion partners. Both the software and the related services offered by AKTIF attracted equal interest from visitors.
The visitor structure at the booth reflected the diversity of the industry. In addition to numerous new prospects—from municipal utilities to direct marketers and energy traders to companies in the renewable energy generation sector—many existing customers and partners also took advantage of E-world for personal exchanges. It is precisely this mix of new contacts and the cultivation of existing business relationships that makes the trade fair so valuable to us.
The conclusion is correspondingly positive: E-world is and remains the perfect platform for personal dialogue with players in the European energy industry. It goes without saying that we have already registered for E-world 2027. So please make a note of the date: February 16–18, 2027!







2 months ago
We have been present in the Startblock B2 coworking space in Cottbus since the end of 2023. Now we are taking the next step.

As of this week, our team has its own office in the start-up center—with its own mailing address and mailbox. There are two additional desks here so that our colleagues in Cottbus can use the office as a fully-fledged workplace.
What remains the same is the proximity to the Brandenburg University of Technology Cottbus-Senftenberg, the CreativeOpenLab, and the lively community of Startblock B2.
Our managing director, Lars Ehrler, is also clearly pleased with the new premises.




