AKTIF Blog

Neue Spielfahrzeuge für Freizeitzentrum „Pegasus“

3 days ago

Die Kinder erhalten zwei neue Tretfahrzeuge für den Außenbereich

Nachdem das Kultur- und Freizeitzentrum „Pegasus“ in Senftenberg bereits im vergangenen Jahr mit unserer Spende eine Spiel- und Pausentonne anschaffen konnte, erhielten die Kinder nun auch einen neuen fahrbaren Untersatz. Da sie sich nicht für ein passendes Fahrzeug entscheiden konnten, haben die Betreuer den Fuhrpark gleich doppelt erweitert. AKTIF wünscht viel Spaß und gute Fahrt!

Prozess-Know-how rund um die Ladesäule

2 weeks ago

Mit dem E-Auto-Boom gehen neue Marktteilnehmer und Geschäftsmodelle einher. Hier braucht es passende Software-Lösungen und Fachkenntnisse.

Der Elektromobilität gelingt auch in Deutschland langsam der Durchbruch. Laden ist inzwischen vielerorts flächendeckend möglich und die den Fahrzeugen zugrunde liegenden Technologien werden mit Hochdruck weiterentwickelt. Zudem locken immer noch attraktive Förderungen von staatlicher Ebene. Dieser Trend brachte diverse neue Markteilnehmer im Umfeld des Ladesäulenbetriebs hervor. Kommunale Betriebe, freie Roaming-Anbieter, Filialisten wie Supermarkt-Ketten oder Industrieunternehmen verfolgen hierbei facettenreiche Geschäftsmodelle.

An den beiden Enden der klassischen Wertschöpfungskette sind die Zusammenhänge noch überschaubar. Einerseits beliefert der jeweilige Stromlieferant die Ladesäulen mit der vereinbarten Strommenge. Ladestationen sind hier als Letztverbraucher mit allen gesetzlichen Gebühren, Steuern und Umlagen behaftet. Die Fahrerinnen und Fahrer laden wiederum ihre Fahrzeuge mit dem Strom und bezahlen dafür – entweder über einen festen Tarif oder via DirectPay bei einem Ad-hoc-Ladevorgang.

CPO, EMP oder RNO?

Zwischen diesen Polen gibt es drei Arten von Akteuren, die am Betrieb von Ladesäulen beteiligt sein können: Charge Point Operator (CPO), E-Mobility Provider (EMP) und Roaming Network Operator (RNO).

CPO verantworten den gesamten operativen Betrieb, der sich von der Installation der Ladestation über Service und Wartung sowie die Teilnahme am E-Roaming bis hin zur Strombeschaffung erstrecken kann. Zudem binden sie die Ladepunkte an ein gemeinsames IT-Backend an. Ist der CPO auch Besitzer der Ladesäulen, wird von einem Charging Station Owner (CSO) gesprochen.

EMP verfügen über keine eigene Ladeinfrastruktur. Sie kaufen Ladevorgänge beim CPO ein und fungieren als Zahlungsabwickler. Zu den Hauptaufgaben gehören die Herausgabe von Autorisierungsmedien wie Apps oder Ladekarten, die Freigabe der Ladesäulen für den Ladevorgang, die Abrechnung der Ladevorgänge sowie die Bereitstellung von Zahlungsdiensten.

RNO stellen wiederum eine Plattform bereit, über die CPO und EMP Ladedaten austauschen können. Der Austausch abrechnungsrelevanter Daten zwischen mehreren RNO, das sogenannte E-Roaming, ermöglicht Endkunden die Nutzung der Ladeinfrastruktur unterschiedlicher Anbieter zu einheitlichen Tarifen.

Umsetzung: Flexible Prozesslandschaft

Aufgrund zahlloser Rechnungs- und Zahlungsflüsse zwischen den Marktteilnehmern ist die Ladesäulenabrechnung komplex. Unternehmen, die sich auf dem Markt etablieren möchten, sollten also frühzeitig eine effiziente und einfache Lösung hierfür finden. Entscheidend ist eine flexible informationstechnische Prozesslandschaft, die in der Lage ist, die kompletten Belieferungs- und Abrechnungsvorgänge abzubilden. Auf Seiten der Stromlieferanten muss etwa ein äußerst breites und gleichzeitig spezifisch ausgerichtetes Leistungsspektrum abgedeckt werden. Kundenakquise und -anlage im System über ein Web-Portal, Marktkommunikation nach den gängigen Marktprozessen sowie Bilanzkreismanagement sind hier nur einige der Aufgaben.

Für die Prozessabwicklung bei den CPO gilt ähnliches. Auch hier kommt es auf eine passgenaue Stamm- und Vertragsdatenverwaltung für Ladesäulen, Kunden und Vertragspartner an, die das Fundament für die Abrechnung sämtlicher Ladevorgänge gegenüber den eigenen Kunden sowie EMP bildet. Software-Anwendungen und Dienstleistungen sollten dabei die eigene Rechnungsstellung an Roaming-Anbieter und die Prüfung von Lieferantenrechnungen ermöglichen. Die Etablierung neuer Geschäftsmodelle beim CPO erfordert weitreichende Expertise, wobei sich Dienstleistungsmodelle und White-Label-Lösungen oft als attraktivste Option erweisen. Besonderen Mehrwert bieten Komplett-Servicepakete aus einer Hand, die die Partner für die Bereiche EMP und RNO einbinden. Dabei ist es essenziell, dass die zugrundeliegende Prozess- und IT-Landschaft dieser Integrationsfähigkeit keine Grenzen setzt.

Unterstützung: Erfahrung und ein Blick über den Tellerrand

Der rapide expandierende Markt für E-Mobilität und die entsprechende Ladeinfrastruktur bieten weitreichende Möglichkeiten und ein enormes Wachstumspotenzial. Um dieses effektiv und effizient zu nutzen, brauchen Akteure aller Art starke Partner mit Prozess- und Software-Know-how. Ob Lieferant, CPO, EMP oder RNO – wer auf dem hochgradig komplexen E-Mobility-Markt langfristig erfolgreich sein will, ist meist auf externe Expertise angewiesen. Bei der Suche nach einem geeigneten Software-Hersteller oder Dienstleister zur Unterstützung dieser Prozesse sollte daher genau hinter die Kulissen geschaut werden. Langjährige Erfahrung in der Abwicklung energiewirtschaftlicher Abläufe und ein optimal aufeinander abgestimmtes Lösungsportfolio mit Blick über den branchenspezifischen Tellerrand können hier entscheidende Weichen stellen. Mit einem integrierten Ansatz, wie ihn AKTIF über die Software-Lösung AKTIF®dataService ermöglicht, lassen sich so komplette Prozesse für Ladesäulen und alle weiteren Kundensegmente sowie Commodities aus „einem Guss“ umsetzen.

AKTIFer Neujahrs-Brunch

3 weeks ago

Mit unserem Neujahrs-Brunch starten wir AKTIF ins Jahr 2023!

Zu jedem neuen Jahr gehören auch gute Vorsätze – und zu unseren zählt auf jeden Fall leckeres Essen! Mit Kesselgulasch und Veggi-Auflauf fand deshalb am 16. Januar unser Neujahrs-Brunch statt. Unseren Kolleginnen und Kollegen hat es offensichtlich gut geschmeckt. So steht einem AKTIFen Start in das Jahr 2023 nichts im Weg. Wir freuen uns!

Ökostrom trifft Elektromobilität: Neue Wege der Energieversorgung

4 weeks ago

Die SEtrade GmbH setzt auf die Flexibilisierung der dezentralen Ökostromerzeugung. Um sich ganz auf das Kerngeschäft konzentrieren zu können, verfolgt das Unternehmen einen weitreichenden Outsourcing-Ansatz.

Herausforderung: Etablierung eines neuen Geschäftsmodells am Markt

Seit 2020 hat es sich die SEtrade GmbH zum Ziel gesetzt, eine direkte Brücke zwischen dezentraler Stromerzeugung und regionaler Belieferung zu schlagen. Wichtige Zielgruppe sind im Zuge dessen die Betreiber bestehender PV- und Windkraftanlagen, die künftig aus der Förderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) fallen und sich fragen müssen, wie sich ihre Anlagen weiterhin wirtschaftlich einsetzen lassen. Auf der Gegenseite stehen Gewerbekunden, für die das Angebot von lokal erzeugtem Ökostrom durchaus attraktiv ist. All diese Anspruchsgruppen will SEtrade über Power Purchase Agreements (PPA) effektiv zusammenbringen und die Wertschöpfung für alle Beteiligten steigern – nicht zuletzt unter Einbeziehung von Batteriespeichern. Auch Elektromobilitätskonzepte versprechen in dem Zusammenhang entscheidendes Potenzial im Sinne der Energiewende. Das Aufgleisen der damit einhergehenden energiewirtschaftlichen Prozesse, sowohl auf der Einspeise- als auch auf der Abnehmerseite, ist dabei keinesfalls trivial – von der Prognose über das Bilanzkreis- oder Energie- und Stammdatenmanagement bis hin zu Handel, Portfoliomanagement sowie Abrechnung. Von Anfang an verfolgte SEtrade den Ansatz, diese Aufgaben nicht in den eigenen Reihen abzubilden, sondern in die Hände kompetenter, darauf spezialisierter Partner zu geben.

Lösung: Energiewirtschaftliche Prozesse im Outsourcing-Modell

Für die abrechnungs- und prognoserelevanten Prozesse inkl. EDM agiert AKTIF für SEtrade als Full-Service-Dienstleister. Vor allem der starke Fokus auf die kaufmännischen Themen bei Berücksichtigung von Nebenbuchhaltung und allen Aspekten rund um SEPA-Lastschriften oder die Kommunikation mit Buchhaltung oder Steuerberatung überzeugte vom Start weg. Mit AKTIF lassen sich alle individuellen Abrechnungsfälle souverän abbilden. Die Umsetzung des Outsourcing-Konzepts ging zudem enorm schnell. Innerhalb von nur vier Monaten konnte SEtrade der Idee eines Energieversorgungsunternehmens Leben einhauchen und war ohne Einschränkungen handlungsfähig, einschließlich aller notwendigen Genehmigungen. Geschäftsführer Detlef Siebert ist sich sicher: „Das wäre nie so zügig realisierbar gewesen, wenn wir die entsprechende IT- und Prozesslandschaft unter unserem eigenen Dach aufgebaut hätten.“

Ergebnis: Volle Konzentration auf Kundenakquise

Mit diesem prozessualen Rückgrat kann sich das Team von SEtrade ganz der Kundenakquise in alle Richtungen widmen. Der Ansatz stieß im Markt sofort auf eindeutiges Interesse. Ein Großteil des auf der einen Seite dezentral erzeugten Ökostroms fließt bereits direkt in die Belieferung der Gewerbekunden, der Rest wird über die Börse vermarktet. Erklärtes Ziel ist es, dass sich die Leistung aus dezentraler Erzeugung und Stromvertrieb unter dem Dach von SEtrade in naher Zukunft weitgehend decken.

AKTIF wünscht frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr!

2 months ago

Wieder einmal geht ein Jahr zu Ende und Heiligabend steht vor der Tür. Für AKTIF bedeutet dies auch, allen Kunden und Partnern für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit in den vergangenen zwölf Monaten zu danken. Denn 2022 steckte voller Herausforderungen – die wir gemeinsam erfolgreich meistern konnten.

Im Namen unseres gesamten Teams möchten wir des-halb Ihnen und Ihren Familien ein fröhliches Weih-nachtsfest und einen gelungenen Start in das neue Jahr wünschen. Auf ein AKTIFes 2023!

AKTIF spendet an das Senftenberger Kultur- und Freizeitzentrum „Pegasus“

2 months ago

Die im Rahmen des 25-jährigen AKTIF-Jubiläums gesammelten Spenden entfalten bereits ihre Wirkung. Die Kinder freuen sich!

Anlässlich der Feier zum 25. Jubiläum im September hatte das AKTIF-Team die Gäste darum gebeten, von Geschenken abzusehen und stattdessen mit einer Spende das Kultur- und Freizeitzentrum „Pegasus“ in Senftenberg zu unterstützen, das sich insbesondere für die Kinder- und Jugendarbeit vor Ort engagiert. Auf diese Weise sind in Summe 550 Euro zusammengekommen. Herzlichen Dank an alle, die sich beteiligt haben! Die gesammelten Spenden entfalten bereits ihre Wirkung. Eine praktische Spiel- und Pausentonne sorgt von nun an für gute Unterhaltung und Ordnung. Die Kinder freuen sich!

Weitere Informationen zur Einrichtung und deren wichtiger Arbeit für Kinder und Jugendliche in der Region finden Sie unter: www.pegasus-senftenberg.de

AKTIF-Unternehmensgruppe setzt künftig auf Doppelspitze

2 months ago

Lars Ehrler tritt in der Rolle des Geschäftsführers an die Seite von Thomas Papritz beim Senftenberger Spezialisten für energiewirtschaftliche Prozesse

Seit 1. Dezember 2022 lenken Unternehmensgründer Thomas Papritz (54) und Lars Ehrler (42) – bisher Prokurist und Leiter Software & Projekte – die Geschicke der AKTIF-Unternehmensgruppe mit Sitz in Senftenberg gemeinsam. Ehrler gehört bereits seit 2006 zum AKTIF-Team. In den letzten Jahren hat der Diplom-Medieninformatiker auf Basis seiner langjährigen Markterfahrung und ausgeprägten IT-Expertise die strategische Weiterentwicklung über alle Unternehmensbereiche hinweg maßgeblich mitgeprägt. An der Seite von Thomas Papritz will er die Stabilität und Kontinuität der Geschäftsentwicklung weiter forcieren und den Ausbau des Leistungsspektrums im Hinblick auf Software, Dienstleistung und Beratung vor dem Hintergrund eines sich verändernden Marktumfeldes nachhaltig vorantreiben.

Nicht zuletzt aufgrund der langjährigen Zusammenarbeit sind sich Thomas Papritz und Lars Ehrler bezüglich der Richtung einig: „Die Motivation ist ganz klar: Wir wollen unsere Kunden im Tagesgeschäft der Energiewirtschaft verlässlich und mit zukunftsweisen Lösungen und Services unterstützen.“ Gerade aufgrund der tiefgreifenden Expertise und flexiblen Ausrichtung an individuellen Anforderungen konnte das AKTIF-Team in der Vergangenheit auf Kundenseite punkten. Daran wird sich laut Ehrler auch künftig nichts ändern: „Natürlich wird sich der Markt im Zuge von Digitalisierung, neuen regulatorischen Rahmenbedingungen und dem Fortschreiten der Energiewende weiter wandeln und unter anderem ganz neue Geschäftsmodelle hervorbringen. Aufgrund unserer mittlerweile 25-jährigen Erfahrung bei der Abwicklung von energiewirtschaftlichen Prozessen sind wir bestens aufgestellt, sowohl bestehende Energieversorgungs­unternehmen als auch neue Marktteilnehmer in diese Zukunft zu begleiten.“

Stabilität und Kontinuität als entscheidende Kriterien in jederlei Hinsicht

Die Verantwortung von AKTIF sehen die beiden Geschäftsführer dabei nicht nur gegenüber den Kunden und vor dem Hintergrund der Energiewende, die es mit zielführenden Lösungen zu befeuern gilt. „Auch in der Funktion des Arbeitgebers kommt AKTIF eine wichtige Rolle zu. Wir sind ein Mittelstandsunternehmen, das sich seiner Verantwortung für die Mitarbeiter und die Heimatregion bewusst ist und diese auch wahrnimmt.“ Vom Unternehmenssitz Senftenberg aus unterstützt das 30-köpfige Team Kunden in ganz Deutschland und Österreich.

Die personelle Veränderung nimmt keinen Einfluss auf operative Prozesse, wie Thomas Papritz erklärt: „Lars Ehrler ist seit 16 Jahren Teil der AKTIF-Familie und ich freue mich, künftig gemeinsam mit ihm den eingeschlagenen Unternehmenskurs fortzusetzen.“

AKTIF-Unternehmensgruppe

 

Die AKTIF-Unternehmensgruppe mit Sitz in Senftenberg bietet seit 1997 flexible und lösungsorientierte IT-Systeme sowie Dienstleistungen zur Abwicklung der spezifischen Marktprozesse im Rahmen von Energiehandel, -überwachung und -vertrieb.

Über die „Pinnwand“ hat jeder Mitarbeiter einen aktuellen Überblick zum Bearbeitungsstand und den jeweiligen Verantwortlichkeiten sowie relevanten Aufgaben.

Fit für die Zukunft, ganz ohne Papier

6 months ago

Umstellung auf elektronische Vorgangsbearbeitung bringt EDEKA Versorgungsgesellschaft mehr Flexibilität und Nachvollziehbarkeit im Tagesgeschäft

Über die „Pinnwand“ hat jeder Mitarbeiter einen aktuellen Überblick zum Bearbeitungsstand und den jeweiligen Verantwortlichkeiten sowie relevanten Aufgaben.
Über die „Pinnwand“ hat jeder Mitarbeiter einen aktuellen Überblick zum Bearbeitungsstand und den jeweiligen Verantwortlichkeiten sowie relevanten Aufgaben.

Herausforderung: Digitalisierung der energiewirtschaftlichen Prozesskette

Das Jahr 2020 stand für die EDEKA Versorgungsgesellschaft mbH (EVG) ganz im Zeichen der Digitalisierung – und das nicht nur bedingt durch die Pandemie. Das ausgerufene Ziel: Sowohl die Archivierung als auch alle Bearbeitungsvorgänge sollten komplett weg von der Papierform und alte Zöpfe in Form von Aktenschränken und Botengängen von Büro zu Büro entlang der fachlichen Prozesskette rigoros abschnitten werden. Bis dato gestaltete sich das Vorgehen meist wie folgt: Ging beispielsweise eine E-Mail mit einer Kundenanforderung ein, wurde diese nach Eingabe aller relevanten Daten – mit einem Verarbeitungsvermerk versehen – in gedruckter Form an das nächste Team in der Prozesskette weitergetragen. Dieses wiederum nahm ebenfalls alle notwendigen Einstellungen im System vor und reichte die Informationen an das nachfolgende Team weiter. Sobald der Vorgang bereichsübergreifend abgewickelt war, wurden alle damit in Verbindung stehenden Inhalte physisch abgelegt. Die Grenzen dieser Prozesskette traten während der Hochphase der Pandemie deutlich zutage. Es galt, zügig eine einheitliche, digitale Nachverfolgung über alle internen Aufgaben einzuführen, um jederzeit Transparenz und Effizienz sicherzustellen.

Lösung: Umsetzung der elektronischen Vorgangsbearbeitung mit AKTIF

Für die EVG wurde AKTIF zum Projektpartner der Wahl. Schließlich konnte das Senftenberger Team bereits in der Vergangenheit überzeugen. Die Software von AKTIF ist bei der EVG seit 2005 im Einsatz und hat sich über die Jahre nach und nach als zentrale Lösung im energiewirtschaftlichen Tagesgeschäft etabliert. Dadurch reduzierte sich im Zuge der elektronischen Vorgangsbearbeitung nicht zuletzt die Schnittstellenkomplexität. Zum Projektstart wurden die internen Arbeitsabläufe gemeinsam geprüft und – abhängig von der zugrundeliegenden Komplexität – vier Umsetzungsstufen definiert: In die Stufe 1 fielen alle Vorgänge rund um Stammdatenänderungen. Stufe 2 umfasste alle vertragsrelevanten Belange und Anpassungen, beispielsweise im Zuge von Umfirmierungen, der Vertragsdruck selbst oder die erforderlichen SEPA-Datenabfragen. In Stufe 3 fanden sich die Prozesse der Angebotserstellung wieder und mit Stufe 4 wurden abschließend interne Rückfragen, die in keine der vorher genannten Umsetzungsstufen passten, abgedeckt. Dadurch konnten auch jegliche Ausnahmesituationen neben der klassischen energiewirtschaftlichen Prozesskette aufgefangen werden. Die Umstellung erfolgte nach und nach und für jeden einzelnen Projektschritt wurde eine Übergangszeit festgelegt, in der die alte und neue Welt der Vorgangsbearbeitung parallel Wirkung entfalteten. Auf diese Weise ließ sich sicherstellen, dass die Mitarbeiter die neuen Abläufe sukzessive leben und die Prozessketten vor der Komplettumstellung noch einmal auf Herz und Nieren geprüft werden konnten.

Ergebnis: Transparenz und Flexibilität im Arbeitsalltag

Heute sind alle Abläufe digital dokumentiert und lassen sich problemlos nachverfolgen. Geht eine Kundenanforderung per E-Mail ein, wird der entsprechende Vorgang zum Start nur noch angelegt und alle relevanten Dokumente können im Handumdrehen dazu geladen werden. Nach der Bearbeitung im energiewirtschaftlichen System reicht ein Klick und die Aufgabe „ploppt“ auf der virtuellen Pinnwand des nächsten zuständigen Teams auf, welches zugleich Zugriff auf den gesamten Vorgang inklusive der damit zusammenhängenden Dateien hat. Der Bearbeitungsverlauf wird vollständig abgebildet, ergänzende Daten unterliegen der automatischen Archivierung. Jedwede Information steht dabei auch im Nachgang vollumfänglich im System zur Verfügung. Dank der neuen Möglichkeiten ist ein Arbeiten einzelner Mitarbeiter von unterwegs mit keinerlei Einschränkungen mehr verbunden. Das Tagesgeschäft ist nicht nur ohne Reibungsverluste abwickelbar, sondern gestaltet sich in Summe noch effizienter und schneller als vorher. Die Auskunftsfähigkeit gegenüber dem Kunden hat sich weiter verbessert. So sehen Mitarbeiter bei Aufruf der Kundenanlage sofort, ob daran noch ein offener Vorgang hängt. Durch die digitale Unterstützung der einzelnen Prozessketten und die neugewonnenen Einsichten in die zum Teil umfangreiche Kundenhistorie haben sich viele Verzögerungsmomente der Vergangenheit von jetzt auf gleich in Luft aufgelöst.

Für alle, die mehr wissen wollen: Ein Fachartikel in der e|m|w beschreibt das Digitalisierungsprojekt im Detail.

Die Direktvermarktung von erneuerbarem Strom ist ein nicht zu unterschätzender Eckpfeiler für das Gelingen der Energiewende.

Prozess- und IT-Expertise für die Direktvermarktung

6 months ago

Das Thema Direktvermarktung wird immer wichtiger. Doch das Geschäftsmodell erfordert genaue Kenntnisse der Umsetzungsanforderungen.

Die Direktvermarktung von erneuerbarem Strom ist ein nicht zu unterschätzender Eckpfeiler für das Gelingen der Energiewende.
Die Direktvermarktung von erneuerbarem Strom ist ein nicht zu unterschätzender Eckpfeiler für das Gelingen der Energiewende.

Das Marktpotenzial im Rahmen der Vermarktung von Strom aus erneuerbaren Quellen ist für Energielieferanten enorm. Neben Haushaltskunden, bei denen die Nachfrage von Grünstrom-Produkten konsequent wächst, schüren besonders Unternehmen, die ihre CO2-Bilanz verbessern wollen, den Bedarf. Die Treiber der Direktvermarktung kommen aber auch noch aus anderer Richtung: Immer mehr größere Erneuerbare-Energien-Anlagen laufen aus der Förderung aus. Somit sind Konzepte für die weitere Finanzierung des Betriebs gefragt. Und der Neubau entsprechender Anlagen muss ebenso durch stichhaltige Refinanzierungsmodelle abgesichert werden. Die Möglichkeiten gestalten sich hier zunehmend vielfältiger. Geförderte Direktvermarktung macht aktuell noch den Großteil aus. Alternative Ansätze, wie PPA-Konstrukte, nehmen jedoch immer mehr an Fahrt auf. Die Entscheidung für das passende Modell der Direktvermarktung hängt maßgeblich am Zweck der zugrundeliegenden Erzeugungsanlage. Darüber hinaus sind Förderfähigkeit, Fernsteuerbarkeit und Regelbarkeit hinsichtlich Flexibilitäten relevante Aspekte. Eine wirtschaftliche Sichtweise ist hier das A und O. So fördert die aktuelle Stromkostenexplosion unmittelbar die Attraktivität langfristig angelegter PPA, die von Preisschwankungen weitgehend unabhängig sind.

Umsetzung: Automatisiertes Zusammenspiel und Blick fürs Detail

Systeme, die üblicherweise bei der „klassischen“ Belieferung eingesetzt werden, greifen bei der Direktvermarktung deutlich zu kurz und lassen sich nur mit viel Aufwand anpassen. Komplexe PPA-Konstrukte, die auf individuellen Vereinbarungen basieren, gehen etwa weit über traditionelle Einspeise- und Liefervereinbarungen hinaus. Noch schwieriger wird es, wenn statt Gesamtmengen einer Erzeugungsanlage Tranchen oder die Bündelung der Erzeugungsmengen unterschiedlicher Anlagen abzubilden sind. Entscheidend ist somit neben der Wahl des passenden Vermarktungsmodells vor allem der Aufbau einer daran ausgerichteten Prozess- und IT-Landschaft. Ein weitreichend automatisiertes Zusammenspiel in den Bereichen Portfoliomanagement und Abrechnung ist hier ein Teil der Lösung und ein Direktvermarkter, der sich dauerhaft wettbewerbsfähig positionieren möchte, ist gut damit beraten, anhand der folgenden Checkliste zu den besonderen Herausforderungen der Direktvermarktung seine eigenen IT-Strukturen auf Herz und Nieren zu prüfen:

  • komplette Abbildung, Verarbeitung und Abrechnung von Einspeiseanlagen jeder Art und Größe
  • korrekte Abbildung und Verarbeitung von Einspeisemengen
  • Umsetzung der Regularien in den Bereichen MPES (Marktprozesse für erzeugende Marktlokation), MaBiS (Marktregeln für die Durchführung der Bilanzkreisabrechnung Strom) und Redispatch 2.0
  • Abbildung und Durchführung von Wechselprozessen für das Vermarktungsmodell von Teilmengen (Tranchen) eines Erzeugungsparks
  • passgenaue Berücksichtigung von Prognosen im Rahmen der wetterabhängigen Erzeugung bei Photovoltaik und Wind
  • liefer- und abnahmeseitiges Vertragsmanagement für PPA
  • Abbildung und Management von Herkunftsnachweisen (HKN)
  • Abbildung, Verarbeitung und Abrechnung von unterschiedlichen Direktvermarktungsmodellen
  • identische Abbildung der Portfoliostruktur im Portfoliomanagement- und Abrechnungssystem
  • Möglichkeit zur Kombination von Gutschriften und Rechnungen in der Abrechnung
  • korrekte Abbildung und Abrechnung von Mehrfachbeteiligungen an Erzeugungsanlagen
  • Abbildung und Abrechnung von Belieferungen und Untervermietungen in Kundenanlagen
  • Optionen zur zeit-, last- und preisvariablen Abrechnung (z.B. Preis-Index)
  • zweiseitiges Controlling & Risikomanagement für Erzeugung und Vermarkung

Unterstützung: Flexible IT-Strukturen und Services

Wer diese Voraussetzungen erfüllt, dem stehen die Türen zu einem schlagkräftigen Auftritt in der Direktvermarktung offen. Aber auch Unternehmen, die in den eigenen Reihen nicht über ein entsprechendes informationstechnisches und prozessuales Fundament verfügen oder in den Aufbau entsprechender Strukturen investieren wollen, bleibt der Zugang zu diesem vielversprechenden Marktsegment nicht verwehrt, ganz im Gegenteil. Erfahrung ist im Zuge dessen ein wichtiger Erfolgsfaktor und so kann die Beauftragung einschlägiger Umsetzungsservices bei einem routinierten Partner durchaus der bessere Weg sein – zumal sich auf diese Weise nicht zuletzt Skaleneffekte gewinnbringend ausspielen lassen. So hat die AKTIF-Unternehmensgruppe die Expertise, die in den letzten Jahren in der Zusammenarbeit mit einigen der größten deutschen Direktvermarktungsunternehmen gesammelt wurde, inzwischen auch in ein umfassendes Process-as-a-Service-Angebot gegossen, das die spezifischen Herausforderungen im Geschäftsfeld Direktvermarktung standardisiert via Cloud-Plattform bedient. Auch kleinere Unternehmen werden so in die Lage versetzt, einschlägigen Konzepten nachzugehen ohne dabei Gefahr zu laufen, dass diese an der Umsetzung scheitern.

Lars Ehrler, Prokurist sowie Leiter Software & Projekte bei der AKTIF Unternehmensgruppe

„Knackpunkt ist immer die Wirtschaftlichkeit“

6 months ago von Lars Ehrler

Lars Ehrler verdeutlicht im Rahmen eines ZfK-Fachbeitrags seine Einschätzung der zukünftigen Herausforderungen im ERP-Umfeld

Lars Ehrler, Prokurist sowie Leiter Software & Projekte bei der AKTIF Unternehmensgruppe
Lars Ehrler, Prokurist sowie Leiter Software & Projekte bei der AKTIF Unternehmensgruppe

Eine der wichtigsten unternehmerischen Erfolgsformeln ist schnell auf den Punkt gebracht: Die Nase vorn hat derjenige, der es am besten schafft, die betriebswirtschaftlichen Zielstellungen und themenspezifischen Anforderungen unter einen Hut zu bekommen. Doch genau dies wird in der Energiewirtschaft zunehmend schwieriger. Die Etablierung neuer Geschäftsmodelle rund um E-Mobilität, Direktvermarktung oder Mieterstrom – als klare Beschleuniger der Energiewende – stellt Stadtwerke vor entscheidende Herausforderungen, wie Lars Ehrler, Prokurist sowie Leiter Software & Projekte bei der AKTIF Unternehmensgruppe, unterstreicht: „Die Umsetzung von Elektromobilitätsprodukten oder Mieterstromangeboten ist keinesfalls trivial. Dahinter stehen vielfältige, komplexe Prozesse. Diese in hoher Qualität und dabei gleichzeitig betriebswirtschaftlich lohnend abzuwickeln, ist derzeit vielerorts die größte Herausforderung.“ Selbst wenn immer mehr Autos mit Elektroantrieb das Straßenbild bestimmen: Die Chance, mit einem Ladesäulenkonzept oder dem Vertrieb von Quartiersstrom von jetzt auf gleich reich zu werden, ist vor dem Hintergrund des damit einhergehenden Aufwandes verschwindend gering – insbesondere, wenn es dafür die eigenen Systeme anzupassen gilt. Letztendlich geht es um Kostendeckung. Von der Beachtung steuerlicher Vorgaben und Marktregularien über die prozessuale Integration von Mess- und Steuerungsmodellen und den Umgang mit zeit- und lastvariablen Tarifen bis hin zur abrechnungsseitigen Bündelung verschiedenster Commodity- und Non-Commodity-Produkte: Es schlagen vielfältige Aspekte zu Buche – zusätzliche Kundenservices wie etwa die Bereitstellung von Webportalen zur Verbrauchsvisualisierung noch gar nicht eingerechnet. Im Markt haben nur Angebote mit wettbewerbsfähigem Preis gegenüber Kunden überhaupt Aussicht auf Erfolg. Gleichzeitig sollte auch noch etwas Gewinn für das Stadtwerk rausspringen. „Die Marge lässt sich am Ende vor allem über die Ausrichtung der eigenen Abwicklungslandschaft beeinflussen und genau hier kommen die IT-Systeme und Umsetzungsstrecken auf Akteursseite ins Spiel“, so Ehrler. IT-Komponenten sollten seiner Meinung nach nicht vordergründig danach bewertet werden, mit welchem Funktionsumfang sie in den jeweiligen Disziplinen aufwarten, sondern inwieweit sie in Summe in der Lage sind, neue Geschäftsmodelle prozesseffizient und kostenminimal abzubilden. Das aufeinander abgestimmte Zusammenspiel aus ERP-, EDM-, oder CRM-System muss entlang des avisierten Tätigkeitsbereichs funktionieren. Jede Schnittstelle bedeutet in der Regel Reibungsverluste und mit solchem Sand im Getriebe gestaltet sich ein wirtschaftliches Agieren immer schwieriger. Die AKTIF Unternehmensgruppe, die ihre CRM-, EDM- und ERP-verknüpfende Software AKTIF®dataService inzwischen auch in das webbasierte Plattformkonzept „AKTIF®smart&easy“ gegossen hat, richtet den Blick daher auf den Gesamtprozess spezifischer Geschäftsmodelle. „Viele Ansätze der modernen Energiewirtschaft erfordern enorme Flexibilität gegenüber der Dynamik der Anforderungen. Ein gewinnbringendes Vorgehen verlangt gerade von kleineren Stadtwerken den Blick über den Tellerrand und die Abwägung, inwieweit sich eine neue Aufgabe mit bestehenden Bordmitteln wirtschaftlich rechnet. Die Einbindung kompetenter Dienstleister sorgt idealerweise für einen Zugewinn an Expertise sowie Erfahrung und kostentreibende Anpassungsprojekte im Hinblick auf bestehenden ERP-Systeme erübrigen sich auf diese Weise oftmals von selbst“, ist sich Ehrler sicher.

erschienen in ZfK 8/2022, Seite 13

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