Austausch in „VUCA“-Zeiten: Das AKTIF-Anwendertreffen führte 2026 nach Würzburg

Das Akronym VUCA bringt die aktuelle Situation im Energiemarkt auf den Punkt: Volatility (Volatilität), Uncertainty (Unsicherheit), Complexity (Komplexität) und Ambiguity (Mehrdeutigkeit). Bereits am ersten Tag des AKTIF Anwendertreffens 2026 wurde dabei auf spielerische Art und Weise deutlich, dass Herausforderungen – egal welcher Art – im Team immer besser zu bewältigen sind.

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Wednesday, 23. September 2026

Auch in diesem Jahr stieß die Einladung zum traditionellen AKTIF-Anwendertreffen bei zahlreichen Unternehmen, in deren Reihen die AKTIF-Software und -Services zum Einsatz kommen, auf Anklang. Mehr als 30 Gäste aus der gesamten Bundesrepublik traten die Reise nach Würzburg – dem diesjährigen Austragungsort – an. Sowohl der geschichtsträchtige Charme der fränkischen Stadt als auch der pünktlich gelieferte Sonnenschein sorgten am 16. September 2026 vom Start weg für ein wohliges Willkommen.

Auf Entdeckungsreise rund um den Main

Nach der Begrüßung aller Teilnehmenden ging es dann auch direkt „aktif“ los: In insgesamt vier bunt zusammengewürfelten Gruppen wurden die Ufer, Brücken und Plätze der Würzburger Altstadt erkundet. Das Lösen der einschlägigen Rätsel zeigte schnell den gewünschten Effekt. Denn bei der Rallye kamen die einzelnen Mannschaften nicht nur den historischen Besonderheiten der Region auf die Spur. Auch das gegenseitige Kennenlernen untereinander wurde gezielt gefördert. Spätestens bei den Geschicklichkeitsspielen am „Alten Kranen“ zählte vor allem Teamwork: Zum Versetzen des „Turms von Hanoi“ und beim Bau einer „Bewässerungspipeline“ brauchte es Köpfchen und Geschick. Beim gemeinsamen Hochstapeln mussten die Mitglieder jeder einzelnen Gruppe zudem mit ruhiger Hand zusammen an einem Strang ziehen. Verlierer gab es keine, schließlich wurden am Ende alle mit einem guten Tropfen Silvaner vor der idyllischen Kulisse der alten Mainbrücke und der Festung Marienberg im Sonnenuntergang belohnt. Genauso genussvoll ging der Abend mit kulinarischen Köstlichkeiten in fester Form – vom fränkischen Schäufele bis hin zum Apfelstrudel – weiter. Abschließend übernahm dann der Würzburger Nachtwächter beim Zug durch die beleuchteten Gassen das Kommando und sorgte mit seiner Laute für einen unterhaltsamen Ausklang.

Von A wie AgNes bis X wie X-Rechnung

Weitaus weniger Entzücken löste bei den Teilnehmenden am zweiten Tag die Auseinandersetzung mit dem aktuellen Status der energiewirtschaftlichen Gesetzgebungsverfahren aus. Anja Maier von AKTIF widmete sich in ihrem Vortrag den Themen AgNes (Allgemeine Netzentgeltsystematik Strom), MiSPeL (Marktintegration von Speichern und Ladepunkten), MaBiS-Hub (als zentrale Komponente des Festlegungsverfahrens zur zukünftigen Aggregation und Abrechnung bilanzierungsrelevanter Daten) sowie dem bisherigen Erkenntnisstand zu den Rahmen- und Methodenfestlegungen der Netzentgeltregulierung für Strom- und Gasnetze in Form des NEST-Prozesses. Partner und Rechtsanwalt Karsten Ahrens vom Beratungshaus ensight rückte darüber hinaus unter der Überschrift „Energierecht 2026 – Zwischen neuen Spielregeln, alten Problemen und offenen Fragen“ viele weitere regulatorische Eckpunkte und Unwägbarkeiten in Bezug auf EEG 2027 (Erneuerbare-Energien-Gesetz), Netzanschlusspaket, StromVKG (Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätengesetz), KWKG (Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz), EnWG (Energiewirtschaftsgesetz) und Wärmenetzpaket in den Fokus. Entlang der detaillierten Ausführungen des Fachanwalts wurde der von Geschäftsführer Lars Ehrler bereits in seinem Anfangsvortrag angesprochene „VUCA“-Eindruck der derzeitigen Marktsituation besonders deutlich.

All diesen Unsicherheitsfaktoren stellten Lars Ehrler und Katja Conrad in ihren Präsentationen die laufenden Vorbereitungen und zuletzt seitens AKTIF getätigten Investitionen in die Weiterentwicklung der bestehenden Energieprozesse entgegen. Insbesondere der Aufbau von Standard-Schnittstellen, die Unterstützung elektronischer Rechnungen und Single-Sign-On-Prozesse sorgen in dem Zusammenhang für Entlastung. Auch Aspekte wie die Einbindung von künstlicher Intelligenz und IT-Sicherheit wurden beleuchtet. Den Abschluss bildete die Präsentation von Vertriebsleiter Mario Weber zur aktuellen Bedarfssituation im Markt. Seine Feststellung: Vor allem Fragen rund um die Direktvermarktung spielen eine zentrale Rolle, vom Umgang mit Post-EEG-Anlagen bis hin zur Vermarktung von Speichern. Neben Akteuren aus dem Ausland mischen hier auch gestandene deutsche Energieversorger ganz neu mit und verankern das Thema Direktvermarktung zunehmend als strategisches Geschäftsfeld im Bereich Handel und Einkauf. Hier wird sich in den kommenden Monaten und Jahren aus AKTIF-Sicht noch vieles verändern, wobei sich die Kunden vor dem Hintergrund der VUCA-Szenarien von Energiehandel, -überwachung und -vertrieb auch weiterhin auf das AKTIF-Versprechen  verlassen können „Kümmern Sie sich um das Wesentliche, wir erledigen den Rest für Sie.“