Unser Geschäftsführer Lars Ehrler erläutert in der e|m|w wie wir in Kooperation mit der BTU Cottbus-Senftenberg die Qualität unserer Reststromprognosen optimiert haben.
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Thursday, 13. August 2026

Plötzlich fließen null Kilowattstunden aus dem Netz – und die Lastprognose gerät ins Wanken.
Genau so ein Fall aus dem Anwenderalltag war für uns der Auslöser, das Thema Prognosequalität einmal wissenschaftlich zu durchleuchten. Das Ergebnis gibt es ab sofort in der aktuellen Ausgabe des energate-Magazins e|m|w nachzulesen. „Bedarfsprognosen auf dem Prüfstand“ lautet passenderweise der Titel des Fachbeitrags von unserem Geschäftsführer Lars Ehrler.
Der Hintergrund: Immer mehr Gewerbekunden und Haushalte erzeugen ihren Strom per PV-Anlage selbst. Für Energieversorger verändert das die Restbedarfsermittlung grundlegend. Klassische Lastprognosen stoßen hier zunehmend an ihre Grenzen.
Gemeinsam mit der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg sind wir der Frage nachgegangen, wie sich das lösen lässt. In seiner Masterarbeit hat Jonas Hoffmann, Student der Angewandten Mathematik, statistische Prognoseverfahren an realen Verbrauchsdaten getestet.
Was dabei herauskam:
- Schon relativ einfache statistische Verfahren liefern brauchbare Prognosen – vorausgesetzt, die Datenbasis ist stabil.
- In gleichmäßigen Monaten (etwa im Frühjahr) ist die Genauigkeit hoch, in Wintermonaten mit Lastspitzen wird es deutlich anspruchsvoller.
- Ein eindeutiger Zusammenhang zwischen Temperatur und Restbedarf ließ sich nicht nachweisen – betriebliche Effekte wiegen oft schwerer als das Wetter.
- Bei Kunden mit eigener PV-Erzeugung lohnt es sich, Restbedarf und Eigenproduktion getrennt zu betrachten.
Für Energieversorger, Direktvermarkter und Bilanzkreisverantwortliche steckt darin ein handfester Ansatzpunkt, mit dem sich Prognosefehler reduzieren und die Beschaffungsplanung stabilisieren lassen.
Und noch etwas nehmen wir mit: Die enge Verzahnung von Wissenschaft und Praxis zahlt sich für beide Seiten aus. Studierende arbeiten an echten Fragestellungen des Energiemarktes, wir gewinnen wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung unserer Lösungen.
Den vollständigen Beitrag aus der aktuellen Ausgabe der e|m|w gibt es hier: